Reise-Film-Festival im Kino Lichtspiele
Stadt Olten

Évènement indisponible.

Selon le cas, de nouvelles dates appraîtront bientôt ou l'activité proposée sera définitivement supprimée.

sam. 19/08/2017 de 17h00 à 23h59/strike>

Stadt Olten
Dornacherstrasse 1
4601 Olten
Switzerland
Reise-Film-Festival im Kino Lichtspiele
zur Ausstellung «Voyage, voyage! Über das Reisen in der Kunst»
im Kunstmuseum Olten (bis 20. August 2017)
Preise:
Festivalpass 40 CHF, Tagespass 25 CHF, Einzeleintritt 10 CHF
Barbetrieb, am Samstag mit ausgebautem Verpflegungsangebot.
Veranstaltungsort:
Kino Lichtspiele Olten, Klosterplatz 20, 4600 Olten
Gemeinsam präsentieren das Kunstmuseum Olten und das Kino Lichtspiele Olten zum Ende der Sommerausstellung «Voyage, voyage! Über das Reisen in der Kunst» (bis 20. August 2017) eine geballte Ladung an Filmen zum Thema des Reisens in und mit der Kunst.
Am Samstag beschliessen wir den Filmreigen ab 22 Uhr mit einer vorgezogenen Finissagen-Party:
Konzert von James Legeres (Stefan und Daniel Karrer), Basel.
Sie spielen Songs des mittlerweile in einer abgeschiedenen Strandhütte lebenden James Legeres von Country bis Power Ballad...
15.00 Com&Com: Bloch-Compilation, 2011–2017 (30’)
BLOCH ist Teil eines alten Appenzeller Fastnachtsbrauchs: Er bezeichnet den letzten Fichtenstamm des Winters, der am Ende der Fastnacht jeweils von 20 Männern von Urnäsch nach Herisau und wieder zurück gezogen wird, bevor er auf dem Dorfplatz versteigert wird. Marcus Gossolt und Johannes Hedinger (Com&Com) kauften den Bloch 2011 und reisen mit ihm seither rund um die Welt. Sie lancierten damit ein globales, multidisziplinäres, partizipatives Projekt, das zeitgenössische Kunst und Volkskultur miteinander verbindet, und Menschen, Traditionen und Bräuche aus verschiedenen Kulturen in einen Dialog bringt. Bisherige Aufenthalte Blochs waren Urnäsch, St. Gallen, Bern, Berlin, Shanghai, New York, North Dacota und Südafrika. Ziel ist es, jeden Kontinent einmal mit Bloch zu besuchen. Die filmische Dokumentation soll am Ende in einen dokumentarischen Langfilm münden. Thomas Zacharias aus dem Bloch-Team gibt vorgängig Auskunft über das Projekt.
15.45 Sonja Feldmeier: Pot Luck, 2001 (Kurzfassung, 15’)
«Für Pot Luck (2001) bittet Sonja Feldmeier (*1965) Fremde, mit ihrem Lieblingsessen die Topografie ihrer Heimat nachzubilden und den Vorgang zu kommentieren. Das Video zeigt Menschen, die sich gänzlich dieser Aufgabe hingeben – die Erinnerung an ihre Heimat verbindet sich mit der kindlichen Lust am Spiel mit dem Essen. Die Protagonisten bringen ihr erinnertes Heimatbild in einem Akt der Kommunikation in eine äusserliche Form, die sie zum Schluss wieder verinnerlichen, indem sie die Speiselandschaft aufessen. Die humorvollen Sequenzen erzählen mit spielerischer Leichtigkeit von grossen Themen: von Reisen, Migration und Heimat, von der Konstruktion von Erinnerung, Identitätssuche und Selbstfindung, von der Euphorie des Aufbruchs, von Heimweh und Trauer.» (Sibylle Ryser)
16.30 Marinka Limat: Kunstpilgerreise, 2013 (58’)
Im Jahr 2013 begab sich Marinka Limat (*1983) auf Kunst-Pilgertour. Es war ein Marsch von 1100 km über 65 Tage hinweg und führte von Fribourg bis nach Berlin, dem Mekka der zeitgenössischen Kunst. Auf dem Weg besuchte Marinka Limat über 50 Institutionen und liess sich im Namen der Kunst segnen! Sie durchquerte die Schweiz und Deutschland, traf auf unterschiedlichste Menschen, sprach mit ihnen über Kunst, sammelte Eindrücke, Statements und Emotionen. Aus vielen Stunden Material entstand ein Dokumentarfilm von 58 Minuten Länge. Er dokumentiert den Umgang mit Kunst, wie er an verschiedenen Orten von unterschiedlichen Sachverständigen und Kunstinteressierten gelebt wird. Sowohl vielseitige Meinungen Aussenstehender zur Kunst im Allgemeinen, als auch ihre ganz persönlichen Gedanken zur eigenen Wahlfahrt wurden aufgenommen und sind Bestandteil des Films. Momentan ist Marinka Limat wieder unterwegs, von Kassel nach Athen.
18.00 Gilles Fontolliet: Sowayma, 2013 (13’)
Der Zufall hat Gilles Fontolliet (*1981) vor einigen Jahren in das Wüstendorf Sowayma, das 4 km von der israelischen Grenze entfernt ist und 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, gebracht. Seit fünf Jahren reist er immer wieder dorthin und fotografiert seine Einwohnerinnen und Einwohner. Aus dem Wunsch heraus, den Menschen im Dorf ein Bild von sich selbst zu geben, entstand die Idee der Portraitserie. Alle Protagonisten führten Regie über das eigene Bild – sie bestimmten den Ort, die Zeit, die Pose, die Kleidung. Eine ständig laufende Videokamera dokumentierte die Entstehung der Fotografen. Fontolliet wird vom «teilnehmenden Beobachter» zum aktiven Mitglied der Gemeinschaft, fügt sich aber gleichzeitig ihren Regeln und Modalitäten. Eindrücklich entsteht so ein Mosaik aus Individuen, das sich zu einem Portrait und somit zum Selbstbildnis eines ganzen Dorfes zusammen-setzt.
18.45 Christina Hemauer / Roman Keller: A Road Not Taken, 2010 (66’)
«A Road Not Taken» erzählt anhand der Geschichte der Solaranlage, die Jimmy Carter 1979 auf dem Dach des Weissen Hauses installieren liess, den Auf- und Niedergang eines Präsidenten, der die USA vor 30 Jahren vom Erdöl unabhängig machen wollte. 1980 verliert Carter die Wiederwahl gegen Ronald Reagan, der sich schon während der Wahlkampagne von Carters Energiepolitik distanzierte und mit der Abkehr von den alternativen Energien auch die Kollektoren vom Dach des Weissen Hauses wieder entfernen liess. Christina Hemauer und Roman Keller machten die Überreste der Solaranlage ausfindig und begaben sich mit zwei Paneelen auf eine Reise durch die USA, wo sie auf Menschen trafen, die diese Zeit miterlebt haben. 2007 gelang es ihnen sogar, mit dem Carter selbst ein Interview zu führen, in dem er die Ereignisse von damals erstaunlich offen Revue passieren lässt.
20.30 San Keller: THE L WORD – NO MAS METALES, 2015 (56’)
San Keller (*1971) reiste mit der Absicht nach Los Angeles, auf der Strasse einen Kunstsammler anzutreffen, der ein Werk Andy Warhols (1928–1987) gegen sämtliche Werke des politischen Zeichners und Karikaturisten Martin Disteli (1802–1844) im Besitz des Kunstmuseums Olten tauschen würde. Auf seinen Streifzügen in Hollywood entfernte sich San Keller immer weiter vom ursprünglichen Ziel. In den Vordergrund rückte stattdessen die Suche – die Suche an sich, oder aber die Suche nach dem Bild. «The L Word – No mas metales» ist jedoch auch eine filmische Reflexion über ein mysteriöses «L-Word» (Los Angeles, Liebe, Langeweile, Loch oder Liberalismus?), über die Suggestionskraft von Bildern, die Macht des Geldes und vor allem über die Freiheit – die Kernthemen Distelis also.
Source: www.facebook.com